Schadstoffsammlung

Schadstoffsammelmobil im Enzkreis
Schadstoffsammelmobil im Enzkreis

Viele Produkte, die wir heute bedenkenlos verwenden, enthalten für Mensch und Umwelt schädliche Stoffe. Dazu zählen zum Beispiel Lösemittel in Farben, Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) in alten Kühlgeräten oder Pflanzenschutzmittel. Alle diese Stoffe sind giftig, können Grundwasser, Boden oder Luft verseuchen und müssen deshalb in speziellen Anlagen abgelagert, verbrannt oder wieder aufbereitet werden.

Schadstoffsammeltermine, Standorte

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Annahmebedingungen für Haushalte

Zweimal jährlich, meist im April und Oktober, können Schadstoffe aus Haushalten (z.B. Farben, Lacke, Lösungsmittel, Batterien, Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen, LED-Lampen, Fotochemikalien, Pflanzenschutzmittel, Quecksilber, Säuren, Laugen, Putz- und Reinigungsmittel, Chemikalien usw.) in allen Gemeinde bei einem Schadstoffmobil kostenlos abgegeben werden. Die Gebinde dürfen nicht größer als 10 Liter sein. Es werden nur haushaltsübliche Mengen angenommen.

An 10 Samstagen finden zusätzliche Sammlungen in wechselnden Gemeinden statt.

Welche Abfälle zu den Schadstoffen gehören finden Sie im Abfall-ABC bei Eingabe der Abfallart Schadstoff. Dort wird auch die Entsorgungsmöglichkeit angegeben.

Nicht angenommen werden Altöl, Asbest, Einwegfeuerzeuge oder Gasdruckbehälter.

Standorte von Batteriecontainern

Entsorgungsmöglichkeiten von Batterien

Batterien müssen von den Verkaufsstellen kostenlos zurückgenommen werden. Auch bei der Schadstoffsammlung werden Batterien angenommen. Außerdem stehen in Rathäusern, Schulen und auf den Recyclinghöfen Batteriecontainer zur Verfügung (zur Standortsuche).

Nach §10 des Batteriegesetzes ist jeder, der Starterbatterien (z.B. Autobatterien) in Umlauf bringt, verpflichtet ein Pfand in Höhe von 7,50 € zu erheben, wenn beim Kauf einer neuen Starterbatterie nicht zeitgleich eine Altbatterie abgegeben wird. Haben Sie die Batterie beispielsweise bei einem Online-Händler gekauft, können Sie die Batterie beim Entsorgungszentrum in Maulbronn oder bei der Schadstoffsammlung abgeben. Bei Vorlage eines entsprechenden Formulars (beim Online-Händler herunterladen) oder der Rechnung wird die ordnungsgemäße Entsorgung bestätigt. Mit dieser Bestätigung erhalten Sie dann das Pfand vom Händler zurück.

Informieren Sie sich vor dem Kauf einer Starterbatterie beim Online-Handel über dessen Erstattungsmöglichkeiten des Pfands.

Entsorgung spezieller Schadstoffe

Entsorgung von Altmedikamenten

Altmedikamente können über die Restmülltonne, zugriffsicher vor Kindern, entsorgt werden. Der Inhalt der Restmülltonnen im Enzkreis gelangt ohne weitere Sortierung in eine Müllverbrennungsanlage, die die Medikamente zerstört. Flüssige Medikamente gehören in ihrer Originalverpackungen in die Restmülltonne.

Auf keinen Fall dürfen Medikamente über das Abwasser (WC, Waschbecken) entsorgt werden. Sie schädigen dadurch die Wasserlebewesen sowie unser Grund- und Trinkwasser.

Entsorgung von Motoren- und Getriebeöl

Altöl (Motoren- und Getriebeöl) wird bei der Schadstoffsammlung nicht angenommen, denn die Verkaufsstellen sind verpflichtet, Altöl in der gekauften Menge kostenlos zurückzunehmen. Fragen Sie deshalb beim Kauf von neuem Öl immer nach der Rückgabestelle und bewahren Sie Ihren Beleg gut auf.

Beim Kauf von Motorenöl im Internet informieren Sie sich bitte vor dem Kauf beim Anbieter über die Rückgabemöglichkeiten von Altöl. Beispielsweise kann dieselbe Menge von Altöl, die als frisches Öl bei Amazon gekauft wurde, unter Vorlage des Kaufbelegs bei den ATU-Werkstätten abgegeben werden.

Größere Mengen Altöl (mehr als 200 Liter) können nur über gewerbliche Altöldienste entsorgt werden. Bei Problemen bei der Altölentsorgung hilft Ihnen die Abfallberatung gerne weiter.

Entsorgung von Schadstoffen aus Schulen, Industrie und Gewerbe

Schadstoffmengen bis zu 100 kg je Abfallschlüssel können Betriebe, aber auch Privatpersonen, Vereine, Schulen und sonstige Organisationen ohne Transportgenehmigung selbst zu einer Entsorgungsanlage bringen.

Im Enzkreis betreibt die Firma SUEZ Süd GmbH in Knittlingen (Daimlerstraße 2) ein Zwischenlager für Schadstoffe. Nach vorheriger Terminvereinbarung (Telefon 07043/939-400) können hier Schadstoffe angeliefert werden. Jeder Anlieferer erhält einen Entsorgungsnachweis. Die Annahme ist kostenpflichtig.

Auch die Firma Geltz in Mühlacker (Kerschensteinerstr. 6) entsorgt Schadstoffe nach Terminvereinbarung (Telefon 07041- 8299100). Auch hier ist die Entsorgung kostenpflichtig.

Weitere Schadstoffentsorgungsunternehmen finden sich in unserer Entsorgerdatenbank.

Entsorgung von Schadstoffen aus der Landwirtschaft

Verpackungen von Pflanzenschutzmitteln, Spritzenreinigern und Flüssigdüngern werden jetzt wieder kostenlos an den Sammelstellen des Rücknahmesystems PAMIRA (PAckMIttel Rückname Agrar) zurückgenommen. Die gemeinsame Initiative von Herstellern und Handel, die flächendeckend in Deutschland durchgeführt wird, sorgt für eine kontrollierte und sichere Verwertung der zurückgenommenen Verpackungen.

Mittlerweile wird mit rund 85% ein Großteil der gesammelten Verpackungen  werkstofflich recycelt und zur Herstellung von Kabelschutzrohren eingesetzt.

Zurückgenommen werden Pflanzenschutz-Kanister aus Kunststoff und Metall sowie Faltschachteln, Papier- und Kunststoff-Säcke.

Die Verpackungen müssen restlos entleert, gespült, trocken und mit dem PAMIRA-Logo versehen sein. Die Deckel und sonstigen Verpackungen sind getrennt abzugeben. Behälter über 50 Liter müssen durchtrennt sein. Die Sauberkeit der Verpackungen wird bei der Annahme kontrolliert.

Die nächstgelegenen Sammelstellen sind in

  • Malsch (ZG Raiffeisen eG, Stephanstraße 1, 76316 Malsch, Tel.: 07246/92050, Fax.: 07246/920590)
  • Bruchsal (ZG Raiffeisen eG, Lagerhaus, Industriestraße 13 - Kändelweg, 76646 Bruchsal, Tel.: 07251/91630, Fax.: 07251/916390)
  • Freiberg (BayWa Freiberg, Agrar Vertrieb, Steinheimer Str. 9, 71691 Freiberg am Neckar, Tel.: 07141/4763-20, Fax.: 07141/4763-29)

Die genauen Termine sind unter www.pamira.de abrufbar.