Bioabfall

Bioabfall aus dem Haushalt
Bioabfall aus dem Haushalt

Kompostierbare Bioabfälle lassen sich entweder im eigenen Garten zu Humus verarbeiten oder über die Biotonne verwerten. Auf keinen Fall gehören sie in die Restmülltonne. Sie sind dazu viel zu wertvoll. Einerseits lässt sich daraus im heimischen Garten wertvoller Dünger gewinnen und andererseits dienen sie über die Biotonne gesammelt zur Energiegewinnung und anschließend ebenfalls als Dünger für Gartenbau und Landwirtschaft.

Gebühren sparen mit der Biotonne

Abfalltrennung schont den Geldbeutel - auch wenn es sich um Bioabfall handelt. Sowohl mit Eigenkompostierung als auch mit der Biotonne lässt sich die Restmüllmenge und damit die Zahl der Leerungen erheblich verringern. Zwar kostet die Biotonne eine Jahresgebühr als auch eine niedrige Leerungsgebühr, aber bereits ab 6 bis 12 Leerungen im Jahr lohnt sich finanziell eine Biotonne. Sie können jederzeit eine Biotonne bestellen. Sie wird ihnen zum Grundstück geliefert.

Aufgrund ihrer niedrigen Leerungsgebühr kann sie auch im Sommer öfters geleert werden ohne hohe Gebühren zu verursachen. Dadurch lassen sich Geruchs- und Ungezieferprobleme vermeiden.

Mit unserem Gebührenrechner können sie Musterkalkulationen durchführen.

Was gehört zum Bioabfall?
Plakat: SO NICHT! - Aufruf keine Plastiktüten in die Biotonne zu geben
Plakat: SO NICHT! - Aufruf keine Plastiktüten in die Biotonne zu geben

Bioabfälle müssen kompostierbar bzw. leicht verrottbar sein. Dazu gehören beispielsweise Gemüse- und Obstreste aus der Küche, Speiseabfälle, Pflanzen, Laub, Gras oder Gartenabfälle. Auf keinen Fall dürfen Kunststoffe jeglicher Art in die Biotonne oder auf den Komposthaufen. Dazu zählen auch sogenannte kompostierbare Bioabfalltüten, die es in Super- und Drogeriemärkten gibt. Sie werden in der Vergärungsanlage, in die der Bioabfall des Enzkreises gelangt, nicht ausreichend abgebaut und stören erheblich den Betriebsablauf.

Eine ausführliche Liste, welche Abfälle zum Bioabfall gehören, zeigt das Abfall-ABC auf. Wählen Sie dazu als Abfallart Bioabfall aus.

Hygienische Sammlung von Bioabfällen im Haushalt
Bildfolge ein Vorsortiergefäß für Bioabfälle mit Zeitungspapier auszulegen und richtig zu befüllen.
Bildfolge ein Vorsortiergefäß für Bioabfälle mit Zeitungspapier auszulegen und richtig zu befüllen.

Es hat sich bewährt, Bioabfälle in der Küche in Vorsortiereimern von 7 bis 10 Litern zu sammeln und von dort in die Biotonne oder den Komposthaufen zu geben.

Damit der Vorsortiereimer sauber bleibt, sollte er mit etwa 3 Lagen Zeitungspapier ausgelegt werden. Eine zusätzliche Papiertüte (z.B. von Brot, Obst oder Gemüse) saugt weitere Flüssigkeit auf.

Auf allen Recyclinghöfen im Enzkreis gibt es auch verstärkte Papiertüten für die Vorsortiergefäße, die nicht durchweichen, zu kaufen. Damit bleiben der Eimer und die Biotonne sauber und Zeitungen sind nicht notwendig.

Eigenkompostierung, Gemeinschaftskompostierung
Titelseite des Kompostratgebers des Enzkreises
Titelseite des Kompostratgebers des Enzkreises

"... Manche haben ein Trimmgerät im Keller, manche setzen sich ins Auto und fahren in den Wald, andere rennen im Trainigsanzug ums Viertel, andere bleiben im Haus und bedienen das Fernsehgerät. Der Glückliche hat einen Kompostplatz im Garten. Denn der Kompost will bewegt werden. Nein, um Gottes Willen, er wird nicht an jedem Wochenende umgesetzt. ..." Die gesamte philosophische Betrachtung "Die Seele des Gartens ist der Kompost" von Johannes Rot, aus der dieses Zitat stammt, finden Sie bei unseren Infomaterialien. Es zeigt Gründe auf, warum ein Kompost im Garten Freude macht. Weitere Gründe für einen Kompost finden Sie bei Johannes Rot sowie bei den übrigen Informationsschriften, die wir Ihnen zur Eigenkompostierung anbieten.

Wer ausführliche Informationen zur Eigenkompostierung möchte oder eine Gemeinschaftskompostierung in einem Mehrfamilienhaus aufbauen möchte, kann den kostenlosen Kompostratgeber des Enzkreises anfordern oder sich bei der Beratungsstelle für Obst- und Gartenbau beim Landwirtschaftsamt individuell beraten lassen (Telefon 07231/308-1831).

Wie lassen sich Gerüche und Ungeziefer vermeiden?
Bildfolge ein Vorsortiergefäß für Bioabfälle mit Zeitungspapier auszulegen und richtig zu befüllen.
Bildfolge ein Vorsortiergefäß für Bioabfälle mit Zeitungspapier auszulegen und richtig zu befüllen.

Treten Geruch und Ungeziefer in der Biotonne auf, so kann das folgende Ursachen haben:

  • Der Abfall ist zu feucht.
    Abhilfe: Wickeln Sie feuchte Abfälle und Speiseabfälle in reichlich Zeitungspapier (von Tageszeitungen oder Anzeigenblättern) ein. Nehmen Sie kein Hochglanzpapier, da die Farbe Schadstoffe enthalten kann. Zusätzlich kann Gesteinsmehl, Erde, Kalk oder Sägemehl zum Binden der Feuchtigkeit verwendet werden. Diese Materialien erhalten Sie im Landhandel, Gartencenter oder Baumarkt. Auch verstärkte Papiertüten, die auf allen Recyclinghöfen erhältlich sind, halten die Biotonne sauber und verhindern Ungeziefer.
  • Die Abfälle sind zu kompakt eingefüllt; es fehlt an Luftzwischenräumen oder im Bioabfall befinden sich viele Speisereste.
    Abhilfe: Verdichtete Abfälle mit Stroh, Laub, Holz- und Reisighäcksel zur Durchlüftung vermischen.
  • Die Biotonne steht an einem warmen Ort, z.B. in der Sonne
    Abhilfe: Die Biotonne an einem möglichst kühlen und schattigen Ort aufstellen.
  • Die Biotonne wird zu selten geleert.
    Abhilfe: Die 14-tägliche Abfuhr in Anspruch nehmen. Nach der Leerung Biotonne reinigen.

Lässt sich das Ungeziefer trotz aller bisher beschriebenen Maßnahmen nicht vertreiben, so helfen oft ein paar Tropfen ätherisches Zitrusöl in Wasser und dann in der Tonne versprüht. Auf keinen Fall darf Insektenspray verwendet werden.

Was passiert mit dem Bioabfall im Enzkreis?

Im Enzkreis fallen drei Arten von Bioabfal an:

  • Bioabfall aus der Biotonne
    Dieser Bioabfall gelangt nach einer Umladung vom Müllfahrzeug in Großraumfahrzeuge in eine Vergärungsanlage. Dort entsteht aus Bioabfällen Biogas, das zur Wärme- und Stromproduktion genutzt wird. Sie tragen so zur klimaschonenden Energiegewinnung bei. Die Gärreste werden in einer Nachrotte aufbereitet und an die Landwirtschaft und den Gartenbau abgegeben. Da Kunststoffe aus dem feuchten Bioabfall nur schwer auszusortieren sind, ist es wichtig, keine Kunststoffe - auch keine kompostierbaren Kunststofftüten - in die Biotonne zu geben.
  • Bioabfälle aus den gelben Containern auf den Häckselplätzen
    Diese Gartenabfälle wie Laub, Gras, Blumenreste und Moos werden kompostiert und an die Landwirtschaft und den Gartenbau abgegeben.
  • Baum- und Strauschnitt der Häckselplätze
    Diese holzigen Materialien gelangen in Holzheizkraftwerke der Region, um daraus Wärme und Strom zu gewinnen. Sie dienen als erneuerbare Energiequellen und verringern auf diese Weise den Treibhauseffekt.

Wenn Sie Ihre Bioabfälle nicht mehr selbst kompostieren möchten oder keine Möglichkeit zur Kompostierung haben, können Sie jederzeit unkompliziert mit einem Bestellformular eine Biotonne anfordern. Die gewünschte Biotonne wird Ihnen innerhalb von 1 bis 2 Wochen an das Grundstück geliefert.

Leerungen der Biotonnen in den nächsten 4 Wochen:

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