Beispiele

Leder-Werkstatt

Seine Werkstatt ist in Neuenbürg – Arnbach, er bewahrt Taschen aus Leder (oder Kunstleder), Rucksäcke, Kinderwägen, Sonnensegel, Zelte, Anhängerplanen, Gürtel, … vor dem vorzeitigen Ende. Eben alles, was mit der „Adler“, einer alten Industrie-Nähmaschine repariert werden kann. Er kam 2006 aus der Musikbranche, sein Repertoire hat er peu á peu erweitert.

Schillerstr. 60, 75305 N.-Arnbach, 07082 – 9402992, www.bagbeat.de, info@bagbeat.de

Werkstätten gesucht: Wenn es in Ihrer Gemeinde oder Stadt ähnliche Werkstätten gibt, schreiben Sie uns: ES Konzepte, Pfälzerstr. 29, 75177 Pforzheim, abfallberatung@es-konzepte.de

Dosen upcycling

Was frau aus alten Dosen noch machen kann, als sie kleinzupressen und in die Grüne Tonne „rund“ zu tun, das demonstriert Brigit Augenstein am praktischen Beispiel: upcycling!

Seit zweieinhalb Jahren holt sie pro Woche Dosen verschiedener Größe in der Regel von Gaststätten, reinigt sie außen sowie innen und überzieht sie mit Serviettentechnik. Durch die anschließende Lackierung wird die Dose wasserfest. Noch ein Deckel drauf – fertig. Die Dosen eignen sich zur Aufbewahrung für Stifte, Kochlöffel oder – bei entsprechender Größe – auch als Sitzgelegenheit. Hat Birgit Augenstein die Vermarktung bisher auf Kunstmärkte und ähnliches beschränkt, möchte sie im Herbst einen eigenen Laden eröffnen.

Kontakt: Birgit Augenstein, Remchingen - Nöttingen, Schollengasse 8, Telefon 0171 7245645, b.jud@gmx.de

Werkstätten gesucht: Wenn es in Ihrer Gemeinde oder Stadt ähnliche Werkstätten gibt, schreiben Sie uns: Landratsamt Enzkreis, Abfallberatung, Zähringerallee 3, 75177 Pforzheim, abfallberatung@es-konzepte.de

Reparatur Café

Im Enzkreis und in Pforzheim gibt es auch Repair-Cafés, bei denen sich sachkundige Bastler mit Menschen treffen, die defekte Haushaltsgeräte, wie z. B. Staubsauger, Bügeleisen oder Küchenmaschinen mitbringen. Auch für Holzarbeiten, Spielzeug und Textilien gibt es Hilfe.

Neben dem Reparieren ist meist der gesellige Teil mindestens ebenso wichtig.

Kontakt:

Pforzheim: Erster Laden ohne Verpackungen

Monika und Sascha Giese haben sich ihren Traum erfüllt und am 13. Oktober 2018 in Pforzheim in der Jörg-Ratgeb-Straße 23 nahe des Turnplatzes einen Unverpackt-Laden eröffnet.

Beim Einkauf für den Alltag hatte ich das Gefühl, es wird immer mehr verpackt. Recycling ist gut, aber Müllvermeidung ist besser“ – das war die Motivation für Monika Giese, mit ihrem Mann den Laden zu eröffnen. Dort gibt es (fast) alles, was zum täglichen Leben gehört: Gewürze, verschiedene Getreidesorten und Mehl, Kaffee und Tee, Teigwaren und Reis, Obst und Gemüse, Süßwaren, Nüsse und Knabbereien, außerdem Wasch- und Reinigungsmittel und vieles mehr. Fast wöchentlich kommen neue Produkte hinzu. Viele der Produkte sind aus der Region und aus biologischem Anbau.

Der einzige Unterschied zum „normalen“ Laden: Alle Produkte gibt es unverpackt und in beliebiger Portionsgröße zum selbst Abfüllen. Wer keine geeigneten Behälter hat, kann sie vor Ort kaufen. Vor dem Aussuchen werden die mitgebrachten Gefäße gewogen und das Gewicht darauf vermerkt. Dann werden die Flaschen, Dosen oder Säckchen befüllt und an der Kasse erneut gewogen – so wird nur die tatsächliche Menge bezahlt.

Ein Tipp: Auch auf dem Wochenmarkt oder in „normalen“ Läden können Obst und Gemüse, zuweilen auch Wurst und Fleisch in mitgebrachte Gefäße „verpackt“ werden.

www.unverpackt-pforzheim.de

Einzigware ist das einzig wahre

Seit 2 Jahren gibt es beim Caritasverband ein tolles Angebot: für psychisch erkrankte Personen gibt es „Einzigware“: dabei werden Sessel, Stühle, Schränke usw. von den Erkrankten auf ein zweites Leben vorbereitet. Solcherart wieder gestrichen, repariert und eventuell wieder aufgepolstert warten sie auf kaufkräftige Kundschaft. Daneben lagern Blumentöpfe (sie werden z.B. mit Servietten-Technik verschönert) oder Dia-Rahmen (daraus werden tolle farbige Vorhänge). Getreu dem Motto: Aus Alt wird Kunst.

Caritas Pforzheim, Jörg-Ratgeb-Str. 15, Dienstag und Donnerstag, 10 – 14 Uhr, Ansprechparterin: Susanne Zefferer und Wencke Ruof

Stadtbibliothek Heimsheim: Die „LeihBar“ bietet nicht nur Bücher

Ganz neue Wege geht die Stadtbibliothek Heimsheim: neben „traditionellen“ Büchern kann man dort seit November selten gebrauchte Werkzeuge und andere Gegenstände wie beispielsweise eine Heckenschere, ein Laminiergerät oder ein Mikroskop ausleihen. „Das funktioniert ganz einfach mit dem normalen Leseausweis“ betont die Bücherei-Leiterin Tina Kühnle-Häcker.
Auf der Homepage unter www.biblio-heimsheim.de ist dargestellt, welche Dinge aus geliehen werden können. Die Stadtbibliothek erweitert damit ihr ausgewogenes Medienangebot, hin zu einem Dienstleister für Nachhaltigkeit, der mit SpielBar und LesBar weitere Angebote macht.
Gefördert wurde dieses neue Angebot mit dem Soforthilfeprogramm „Vor Ort für Alle“ durch den Deutschen Bibliotheksverband e.V. und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Programms „Kultur in ländlichen Räumen“.